Facebook effektiv nutzen in 8 Schritten (1. Teil: Facebook-Marketing für Einsteiger)

Dieser Artikel ist Teil meiner Serie „Facebook-Marketing für Einsteiger“. In den kommenden Wochen möchte ich einige Artikel zu diesem Thema veröffentlichen. Ich hoffe, dass Ihnen dieser sehr grundlegende Wegweiser hilft, sich im Facebook-Marketing zurecht zu finden. Ich freue mich in den Kommentaren auf Ihr Feedback.

Einst eine Plattform für Studenten, ist das 580 Millionen Mitglieder starke Facebook heute das neueste Schlagwort im Social Media Marketing. Marketing bei Facebook klingt bei vielen „Gurus“ sehr einfach, ist es aber nicht. Viele stolpern darüber, dass Sie das „Social“ in „Social Media“ nicht verstehen oder komplett ignorieren.
Das Geheimnis des erfolgreichen Werbens auf Facebook besteht darin, „echt“ zu sein. Sie müssen ein Facebooker sein, der nebenbei noch interessante Angebote hat. Sie sind bei Facebook, um neue Freunde zu finden und sich zu vernetzen, nicht um wahllos Menschen in Ihrer Freundesliste aufzunehmen und sie mit ihrer täglichen Dosis Spam zu versorgen. Um als Einsteiger mit der Plattform zurecht zu kommen, habe ich einmal 8 Schritte zum effektiven Nutzen zusammen gestellt.

1. Erstellen Sie ein Profil

Der erste Schritt ist, ein Profil zu erstellen. Registrieren Sie sich mit Ihrem echten Namen und laden Sie auch einige Bilder von sich hoch. Innerhalb von Facebook gehören Sie einem sogenannten Netzwerk an. Wenn Sie keine E-Mail-Adresse einer Top-Level-Domain mit der edu-Endung haben, werden Sie standardmäßig einem Netzwerk basierend auf Ihrer Adresse oder Ihrer Postleitzahl zugeordnet. Später haben Sie die Möglichkeit, Ihrem Firmennetzwerk beizutreten und Ihr regionales Netzwerk zu wechseln. Sie können Ihr Netzwerk zweimal innerhalb von 60 Tagen wechseln.
Laden Sie immer ein Profilbild hoch. Es ist eine gute Strategie, Ihr Gesicht auf Facebook zu zeigen, denn darum geht es schließlich in einem sozialen Netzwerk wie Facebook: eine echte Person aus Fleisch und Blut zu sein, auch wenn alles online geschieht.
Benutzen Sie keine Gruppenbilder, denn andere Personen werden Schwierigkeiten haben, Sie in der Gruppe zu identifizieren. Benutzen sie auch keine Logos oder Bilder Ihrer Katze oder Ihres Hundes, auch nicht eines teuren Autos oder Boots. Sie wollen so echt und so natürlich wie nur möglich erscheinen.
Sie müssen nicht alle Profilinformationen ausfüllen. Geben Sie nur die Informationen preis, die Sie ruhigen Gewissens mit anderen Menschen teilen können.

2. Machen Sie Freunde

Facebook kann schon aktive Freunde automatisch finden, indem es Ihr E-Mail-Adressbuch bei Yahoo, Hotmail, Googlemail, etc. durchstöbert. Sobald Sie einige Freunde haben, werden neue Freundesanfragen eintreffen von Freunden Ihrer Freunde. Sie können sich außerdem aktiv auf die Suche begeben und anderen Mitgliedern Freundesanfragen senden. Versuchen Sie, ein Netzwerk von 100 bis 200 Freunden aufzubauen. Übertreiben Sie es aber nicht mit den eigenen Anfragen, denn Facebook könnte zu viele Anfragen, die zudem abgelehnt wurden, als Spam werten. Senden Sie keine Freundesanfrage an berühmte Persönlichkeiten. Fast immer sind das Fake-Profile, die nur zu Marketingzwecken erstellt wurden.

3. Laden Sie Bilder und Videos hoch

Laden Sie einige interessante Bilder hoch und organisieren Sie diese in Alben, z. B. für Urlaubsbilder, Baby-Fotos, Party-Fotos, etc. Bilder helfen anderen Menschen dabei, eine Verbindung zu Ihnen und Ihrem Leben aufzubauen, ohne Sie persönlich von Angesicht zu Angesicht zu treffen. Laden Sie immer eine Gruppe von Bildern hoch, die thematisch zusammenhängen.
Erstellen Sie auch ein Album für gemischte Bilder, die zu keinem besonderen Thema passen. Versehen Sie Ihre Bilder mit Tags für die Personen auf den Bildern. Wenn Sie das tun, also immer auch angeben, wer auf einem Bild zu sehen ist, erscheint das Bild auch auf der Pinnwand desjenigen, den Sie auf dem Bild markiert haben.
Sie können zudem Ihren Fotoalben mit Menschen außerhalb von Facebook teilen. Und Sie können persönliche Videos über Ihren Browser oder Ihr Mobiltelefon hochladen oder sogar Videos direkt aufnehmen und bei Facebook einspeisen.

4. Benutzen Sie die Pinnwand Ihrer Freunde und posten Sie niemals auf Ihrer eigenen Pinnwand

Sie haben eine Pinnwand in Facebook, dass andere darauf Nachrichten hinterlassen können. Sollten Sie ein Kind der Neunziger sein: Eine Pinnwand ist so etwas wie ein Gästebuch, nur cooler.
Schreiben Sie nicht auf Ihre eigene Pinnwand, sondern schreiben Sie auf die Pinnwände Ihrer Freunde. Ihre Freunde werden auf Ihrer Pinnwänden Nachrichten, Videos und Links hinterlassen. Umgekehrt tun Sie das bei Ihren Freunden. Wenn ein Freund etwas auf Ihre Pinnwand schreibt, dann antworten Sie ihm. Finden Sie eine Mitteilung unangebracht, dann fragen Sie höflich darum, diese Mitteilung zu entfernen.

5. Treten Sie einigen Gruppen bei

Es gibt eine Unmenge an Gruppen bei Facebook. Das sind virtuelle Zusammenschlüsse von Menschen mit ähnlichen Interessen. Suchen Sie einige interessante Gruppen heraus und treten Sie ihnen bei. Sie können auch Ihre eigene Gruppe gründen, aber sollten zuerst schauen, ob eine mit dem gleichen Thema nicht schon existiert. Gruppen sind ein ausgezeichneter Ort, um kreativ zu werden und Unterstützung anderer Menschen einzuholen.

6. Erstellen Sie Events (Ereignisse) und laden Sie Menschen ein

Wenn Sie eine Party veranstalten möchten, ist das die Funktion, die Sie benutzen sollten. Gleiches gilt auch, wenn Sie zum Beispiel eine Vortragsveranstaltung organisieren. Sie können ein Event für alle Ihre Freunde öffentlich einsehbar machen oder nur für die Mitglieder, die Sie explizit dazu eingeladen haben. Nur am Rande: Über Events stellen Sie auch fest, wer Ihre wahren Freunde sind und wer Sie nicht zu seiner Geburtstagsfeier einlädt.

7. Senden Sie Mitteilungen und teilen Sie Links

Schreiben Sie Ihren Freunden regelmäßig Mitteilungen. Abhängig vom Thema können Sie diese nur an einige wenige oder an alle Freunde in Ihrem Netzwerk senden. Senden Sie keine „Kettenbriefe“, denn heutzutage empfindet das fast jeder als Belästigung. Ihre Mitteilungen erscheinen im Newsfeed Ihrer Freunde oder auf Ihrer Pinnwand (Wall). Benutzen Sie die „Share“-Funktion (Teilen), um Links mit anderen zu teilen. Viele Webseiten bieten heutzutage schon Share-Buttons an, die Sie nur noch anklicken müssen, um den Link zur Webseite bei Facebook zu teilen.
Falls Sie einen Blog haben, sharen Sie ganz einfach Ihren neuesten Beitrag. Das können Sie übrigens auch automatisieren. Wichtig ist dabei, dass ein Link nicht automatisch bei all Ihren Freunden auf der Pinnwand auftaucht. Wo er auftaucht, hängt von Ihrer Reputation ab.

8. Besuchen Sie täglich Ihre Facebook-Startseite

Neben Ihrer Profilseite bei Facebook haben Sie auch eine Startseite. Die Startseite zeigt zusammengefasst die Newsfeeds all Ihrer Freunde, Event- und Gruppeneinladungen, Freundesanfragen, Geburtstage, etc. Wenn Sie wissen möchten, was aktuell in Ihrem Facebook-Freundeskreis passiert, dann besuchen Sie täglich Ihre Startseite.
Andere Funktionen bei Facebook sind Anstupsen (Poke), der Marktplatz, Facebook Mobile und Hunderte Applikationen, die das Facebook-Erlebnis bereichern. Seit Facebook ein derart extremes Wachstum hingelegt hat, sind vor allem Online-Marketer bemüht, einen Fuß in die Tür zu kriegen. Dass es beim Marketing auf Facebook und in Social Medias generell nicht darum geht, platte 80iger-Jahre-Slogans an den Mann zu bringen und die Intelligenz der Menschen in seiner Freundesliste zu beleidigen, wurde schon erwähnt. Wie erfolgreiches und intelligentes Marketing auf Facebook auszusehen hat, werden andere Artikel näher beleuchten.

  • Michael

    Ich musste zwei mal hinsehen, weil ich dachte, dass das ein alter Beitrag ist. Aber zumindest das Datum ist ja neu. Der Grund für mein zweimaliges Hinsehen ist, dass schon der erste Satz verkehrt ist. Da steht was von 400 Millionen Usern. Es sind mittlerweile weit über 600 Millionen. Und auch der Rest hat mit effektiver Nutzung von Facebook nichts zu tun oder ist einfach nur falsch.
    Ich würde nicht einem einzigen Punkt davon zustimmen. Von den meisten Punkten würde ich sogar abraten. Auf Zwang Freunde generieren, nur weil jemand sagt es müssen 100-200 sein oder krampfhaft Inhalte teilen oder liken ist einfach unsinnig und in keinem Fall empfehlenswert. Ich würde behaupten, dass der Autor dieses Beitrages sich nicht sehr viel mit Facebook beschäftigt.

    • Malte

      Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich habe die Zahl nochmal recherchiert. Bei Facebook finde ich eine Angabe von 580 Millionen aktiven Nutzern.
      Die Schritt für Schritt Anleitung ist für Einsteiger gedacht, die mit Facebook „warm werden“ sollen. Ich habe das nochmal im ersten Abschnitt herausgearbeitet. Natürlich sollte man keine 100-200 Freunde generieren nur um Freunde zu haben. Da gebe ich Ihnen vollkommen recht und habe dieses auch im Artikel angeführt: „Sie sind bei Facebook, um neue Freunde zu finden und sich zu vernetzen, nicht um wahllos Menschen in Ihrer Freundesliste aufzunehmen und sie mit ihrer täglichen Dosis Spam zu versorgen“.

      Ich bin gespannt von welchen Punkten Sie abraten würden?

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