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Fünf Praxistipps zur Social-Media-Strategie für Vereine, Stiftungen und Organisationen

Gerade bei Kleinunternehmen und Vereinen wird häufig „mal eben“ eine Facebook-Seite aufgesetzt (weil ist ja kostenlos) ohne sich über eine grundlegende Strategie Gedanken zu machen oder diese gar zu formulieren. Nach einer anfänglichen Probierphase halte ich es aber für wichtig, die ersten Erfahrungen zu reflektieren und eine Social-Media-Strategie für die Zukunft festzulegen.

Viele kleine Organisationen tun sich allerdings schwer, solche Strategien festzuhalten, daher möchte ich in diesem Post einmal meine fünf Tipps zur Erstellung einer eigenen Social-Media-Strategie festhalten.

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Wie ich meinen Website-Traffic durch eigene Facebook-Vorschaubilder mit Open Graph verdoppelt habe

Vor einiger Zeit bin ich ein Problem in meinem Videoblog bolzplatzheld.de angegangen, welches mich schon seit längerer Zeit und störte und durch das mir (wie sich später herausstellte) unfassbar viel Website-Traffic durch die Latten ging.

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Aber von Anfang an: Ich publiziere regelmäßig unregelmäig Videos via YouTube und möchte diese natürlich auch via Facebook verteilen. Zentrales Ziel meiner Videos ist natürlich, dass sie von vielen Leuten gesehen werden. Darüberhinaus soll es auch Traffic auf meine Website bringen, so dass ich hier weitere Inhalte an den Mann oder die Frau bringen kann.

Problem war nur, dass ich Seiten meiner Website nicht vernüftig in den sozialen Netzwerken teilen konnte, da z.B. Facebook bei der Generierung der Vorschaubildchen eines Links die eingebetteten YouTube-Videos nicht berücksichtigt hat. Das führte dazu , dass jeder Link auf ein Video meiner Website nur mein allgemeines Logo angezeigt hat. Da Bilder beim Teilen von Links in sozialen Netzwerken enorm wichtig sind (dazu vielleicht in einem anderen Artikel mehr),  hätte das wiederum dazu geführt, dass meine Videos nicht so häufig angeschaut würden.

Ich habe mich dann also für das kleinere Übel entschieden, und statt des Links auf meine Website mit dem eingebetteten YouTube-Video, den Link zu YouTube direkt geteilt. Aus YouTube-Links kann Facebook dann wieder ein vernünftiges Vorschaubildchen generieren.

Vorschaubild für Facebook selbst festlegen

Mit Open Graph gibt es daher die Möglichkeit Facebook etwas unter die Arme zu greifen und das Bild selbst festzulegen. Dafür muss man z.B. folgende Meta Tags einfügen.

<meta property="og:title" content="Titel des geteilten Links" />
<meta property="og:description" content="Beschreibnungstest des geteilten Links" />
<meta property="og:image" content="http://www.example.org/og_image.png" />

Unter og:image kann man dann den Pfad zu einem Bild eintragen, welches dann u.a. auf Facebook angezeigt wird, wenn der entsprechende Link zur Seite auf Facebook geteilt wird. Ebenso lässt sich u.a. auch der Titel und die Beschreibung geändert werden. Diese lässt sich allerdings im Gegensatz zu den Bildern später auch frei auf Facebook festelegen. Wenn man sich beim Teilen zwischen mehrere Bilder entscheiden möchte, kann man den Tag auch mehrmals angeben.

So kann ich nun endlich die Videos auf meiner eigenen Seite einbinden und dann den Link zu meiner Website auf Facebook publizieren. Das hat dazu geführt, dass sich der Traffic auf meiner Internetseite mehr als verdoppelt hat.

Welche Netzwerke unterstützen den Open Graph?

Neben Facebook nutzt  auch Google+ und das Firmennetzwerk Xing dieses Vorschaubild.

Wie kann man seine Open Graph-Definitionen prüfen?

Mit dem Facebook-Debuggerkann man die korrekte Einbindung der Open-Graph-Angaben testen.

Wie kann ich die Meta-Tags im Quellcode festlegen?

Solltet ihr ein Redaktionssystem wie WordPress nutzen, gibt es zahlreiche Erweiterungen, mit denen ihr die Metainformationen zu euren Seiten pflegen könnt. Für WordPress empfehle ich das Plugin „Open Graph Protocol In Posts and Pages v2″. Für TYPO3 gibt es die Erweiterung „Facebook Open Graph“.

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Von 0 auf 1500 Besucher in 24 Stunden für lau – Die Geschichte eines Website-Traffic-One-Hit-Wonders

1500 Websitebesucher am ersten Tag ohne wirkliche Marketingmaßnahmen? Viele von euch werden jetzt wahrscheinlich denken, dass das so ohne weiteres eigentlich nicht möglich ist und es sich doch eigentlich um irgendwelchen Marketingschwindel handeln muss. Ja, irgendwie war es das ja auch. Nichtsdestotrotz möchte ich einen meiner größten Tageserfolge mit einer Website hier teilen und zeigen, wie ich an nur einem Tag von 0 auf über 1500 Besucher meiner Seite gekommen bin und dabei nur 8,28 € für die Kosten der Domain eingesetzt habe. Wenn es ein One-Hit-Wonder bei Websites gibt, dann ist es wohl dieses hier.

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Wie so vieles in meinem Leben, hat auch diese Geschichte wieder mal mit Fußball zu tun. Dieses mal sogar unmittelbar. Es war einmal, irgendwann Anfang November, als ich von dem Gerücht hörte, dass Klaus Allofs, Sportdirektor meiner absolut liebsten Fußballmannschaft Werder Bremen, eventuell von Dannen zöge und beim Konkurrenten VFL Wolfsburg anheuerte. Anfangs hielt ich nicht viel von dem Gerücht, zumal es diese in 13 Werderjahren schon häufiger gegeben hatte. Um den 10. November allerdings meldeten immer mehr Agenturen die Verhandlungen. Allofs selbst wirkte nicht mehr so selbstsicher wie sonst und gab sich immer schwammiger vor den Kameras. Während des Bundesligaspieltags (es sollte sein letzter für Werder sein) stampfte er doch von einem rhetorischen Fettnäpfchen ins andere. Er tat dies, so sagte er später, um die Mannschaft aus den Diskussion herauszuhalten.

An diesem Spieltag kam ich für meinen Bundesliga-Videoblog Bolzplatzheld.de auf die Idee, eine (natürlich nicht ganz ernst gemeinte) Initiativbewerbung für die Nachfolge als Sportdirektor bei Werder abzugeben. Ich unterstrich meine Ambitionen mit einem kleinen Video und einer Website.

Bei der Suche nach einer passenden Domain, rief ich mir die damalige Website um das hin und her bei der ebenso peinlichen Wulff-Ablösung ins Gedächnis. Unter www.istwulffnochimamt.de konnte man genau die Antwort zu dieser Frage erhalten. Aber eben auch nur diese. Wochenlang prankte ausschließlich ein großes „JA“ auf der Website, ehe der Bundespräsident dann endgültig zurückgetreten war. Meine Recherchen ergaben, dass es schon vorher und annähernd genauso erfolgreich die Website istwesterwellenochimamt.de gab.

Die Posse um den Sportdirektor meines Lieblingsvereins erinnerte mich doch sehr an dieses hin und her. Im Glauben, dass der Sportdirektor wenn dann erst in der Winterpause den Verein verlassen wird, sicherte ich mir die Domain www.istallofsnochbeiwerder.de. Die Programmierung war einfach.

Mit etwas HTML und CSS erstellte ich genau eine Seite, mit einem Allofs-Foto, welches ich auf Flickr.com lizenzfrei fand. Nicht ganz ohne Hintergedanken installierte ich auch schnell die Box zu meiner Bolzplatzheld-Facebook-Seite und das aktuelle Video von Bolzplatzheld.de unter der Ja-Antwort und ließ die Seite in die weiten Netzwelten schippern, in dem ich die Domain auf Twitter, Facebook  und dem inoffiziellen Werder-Forum worum.org postete. Für den Witz war es wichtig, dass die Domain nicht durch einen Domainverkürzerer gekürzt wurde, sondern eben genauso zu lesen war: istallofsnochbeiwiistallofserder.de.

Nunja, angenervt oder erfreut ob der Posse um Allofs, posteten immer mehr Leute meinen Link. Dabei ging es natürlich nicht um die Seite an sich, sondern vielmehr um die Verbindung aus Domain und Frage und doch klickten einige auch auf den Link, der sich in immer mehr Foren und auf Facebook und Twitter verbreitete und so kam es, dass tatsächlich am Tag nach dem Launch der Seite, die ich in 20 Minuten zusammengebastelt hatte, über 1500 Besucher die Seite angesehen hatten. Das wirkte sich ebenso positiv auf die Facebook-Fanzahlen, wie auch auf die Views des angefügten Bolzplatzheld-Videos aus, so dass das wohl die effizienteste Online-Werbekampagne meines Lebens war.

Die Sache hatte natürlich auch mindestens einen Haken: Ich hatte wirklich große Sorge, dass ich Allofs Rauswurf als allerletzter mitbekomme und die Seite auf Grund der falschen Antwort als Negativbeispiel in die Geschichte eingeht, so dass ich seit dem Launch der Seite permanent die Geschehnisse um Allofs verfolgt habe, nein, mitverfolgen musste. Ihr könnt mir glauben, dass ich mir solche Sorgen dann doch gerne erspart hätte. Daher ist der zweite Haken, dann wohl auch nur wegen der ausgebliebenen Klickzahlen schlimm: Am zweiten Tag nach dem Launch, saß ich dann morgens bei einem Kollegen zum Kaffee, als ich plötzlich diverse Twitternachrichten und SMS‘ erhielt: „Die Seite ist nicht mehr aktuell!“ Schnell klapperte ich Kicker & Co. ab und sah, dass Allofs den Verein sofort verlassen würde. „Toll, Herr Allofs! In der Nacht hatte ich noch von Werbeeinnahmen in Millionenhöhe geträumt und nun soll der Traum vorbei sein?“, dachte, ich mir noch, als ich das Foto auf der Seite ersetzte und statt des „Ja’s“ aufgeregt ein „Nein“ an die richtige Stelle des Quellcodes setzte und die Seite wieder online stellte. Es kann doch nicht einfach schon vorbei sein. Vielleicht ging es ja doch irgendwie weiter! Wie könnte man alles doch noch weiter vermarkten?  Ist istallofsnochbeiwolfsburg.de eigentlich noch frei?

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Es kam, wie es kommen musste: Es verliefen sich nie wieder mehr als 10 Leute pro Tag auf die Seite. Im letzten Monat schauten sich ganze 3 Leute die Seite an. Zwei Mal muss ich es zur Recherche für diesen Beitrag gewesen sein.